ATEMBERAUBENDE KULTUR IN CAMAGÜEY

Die Stadt Camagüey

Camagüey ist eine der ersten sieben Orte, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts von den spanischen Eroberern gegründet wurden. Im Gründungsjahr 1514 wurde die Stadt „Santa Maria del Puerto del Principe“ genannt und erst im Jahre 1898 erhielt „Camagüey“ seinen heutige Namen. Seit 2008 gehört Camagüey zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Camagüey Cuba

Camagüey Cuba (Foto: Casa 1902)

Die Stadt Camagüey befindet sich in der gleichnamigen Provinz rund 500 Kilometer östlich von Havanna. Die Provinz Camagüey ist die größte des Landes und aufgrund ihrer ausgedehnten Ebenen, die fast das gesamte Gebiet einnehmen, eine der am wenigsten besiedelten. Mit mehr als 347.562 Einwohnern ist Camagüey die viertgrößte Stadt Kubas sowie wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Provinz. Nach Havanna besitzt Camagüey die größte erhaltene Altstadt auf Kuba. Auch hier weht der Hauch längst vergangener Zeiten durch die engen Gassen und über die pittoresken Plätze. Die Altstadt zeichnet sich durch seine labyrinthische Struktur aus, so dass man oft unerwatet beim Spaziergang duch die verwinkelten Straßen und Gassen auf malerische Plätze aus der Kolonialzeit stolpert. Darüberhinaus glänzt Camagüey mit einem umfangreichen, religiösen und architektonischen Repertoire, das seinesgleichen sucht.

Durch die im Jahr 1975 gegründeten Universität und den vielen ausländischen Studenten gilt Camagüey als kulturell-wissenschaftliches Zentrum des Landes. Die Bewohner zeichnen sich deshalb auch durch eine geweisse Weltoffenheit aus. Camagüey hat vielleicht nicht den Stil Havannas und ist nicht so lebhaft und bunt wie Trinidad, aber das einzigartige Flair und ihre Offenheit macht Camagüey zu einer der sympathischsten Städte Kubas.

STADT DER „TINAJONES“

Die Wahrzeichen von Camagüey

Typisch für Camagüey sind die charakteristischen Tinajones, mit denen Regenwasser gelagert und frisch gehalten wurde. Später dienten sie auch zum Konservieren von Öl und Wein. Diese riesigen, bauchigen Tonkrüge gab es in Camagüey bereits seit dem 16. Jahrhundert und man findet heute die Wahrzeichen Camagüeys an jeder Ecke.

Hintergrund waren die in der Provinz und in der Stadt häufigen Dürren, weshalb die Spanier bereits während der Kolonalisierung Kubas begannen die Tinajones zur Speicherung des Regenwassers zu verwenden waren. Das es bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts noch ser viele dieser bauchigen Tongefäse gab, wird Camagüey auch die Stadt der Tinajones genannt. Eine Legende besagt, wer einmal Tinajón-Wasser getrunken hat, kommt immer wieder zurück nach Camagüey.

Tinajones sind das Markenzeichen von Camagüey

Tinajones sind das Markenzeichen von Camagüey (Foto: Casa 1902)

TOP SEHENSWÜRDIGKEITEN IN CAMAGÜEY

Nr. 1: Parque Ignacio Agramonte

Der ehemalige Exerzierplatz Camagüeys liegt im Herzen der Altstadt. Hoch zu Ross begrüßt der Namensgeber des Platzes, der kubanische Nationalheld Iganacio Agramonte, die Besucher. Agramonte war ein berühmter Freiheitskämpfer während der Unabhängigkeitskriege gegen Spanien. Heute schmückt sein Porträt die 500-CUP-Banknote. Der Parque Iganacio Agramonte mit seinen vier Königspalmen an jeder Ecke und den Bänken aus Mamor lädt zum verweilen ein. Südlich wird der Platz von der Catedral Metroplitana flankiert. Das Rathaus und die Casa de la Trova befinden sich ebenfalls in unmittelbarer Umgebung.

Heute ist der Parque Iganacio Agramonte auch ein beliebter Internet-Hotspot, der vor allem abends die Kubaner herlockt, um ins Internet gehen zu können.

Parque Ignacio Agramonte in Camagüey

Parque Ignacio Agramonte in Camagüey (Foto: Casa 1902)

Nr. 2: Catedral Metroplitana

Die Catedral Metropolitana an der Südseite des Parque Ignacio Agramonte wurde im 17. Jahrhundert errichtet und 1998 grundsaniert. Im letzten Jahr erhielt sie einen frischen Anstrich. In jedem Fall sollte man den Turm besteigen, von dem aus man einen herrlichen Rundumblick auf Camagüey genießen kann. Die dreischiffige Kirche besticht aber auch mit einer fein gearbeiteten Holzedecke und einem Originalfußboden aus dem 19. Jahrhundert.

Catedral Metropolitana

Catedral Metropolitana in Camagüey (Foto: Casa 1902)

Nr. 3: Plaza del Carmen

Die Plaza del Carmen gehört wohl zu den schönsten Plätzen der Stadt. Pastellfarbige Kolonialhäuser säumen eine gepflasterte Gasse bis zur Iglesia Nuestra Señora del Carmen. Mehrere lebensgroße Bronze-Statuen schmücken den Vorplatz der Kirche und erzählen vom Alltag der Einheimischen. Seit 1999 verleihen der „Zeitungsleser“, der „alte Mann mit seinem Tinajones-Karren“ und die „im Kreis sitzenden Frauen beim täglichen Klatsch“ dem Platz einen besonderen Charakter. Kein Wunder, dass die Plaza del Carmen zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt gehört.

Plaza del Carmen in Camagüey

Plaza del Carmen in Camagüey (Foto: Casa 1902)

Plaza del Carmen in Camagüey

Plaza del Carmen in Camagüey (Foto: Casa 1902)

Nr. 4: Plaza de los Trabajadores

Auf der dreieckigen Plaza de los Trabajadores markiert ein großer Kapokbaum die Mitte der Altstadt. Übrigens wurde dieser Baum im selben Jahr geplanzt wie unser Casa in der Calle Padre Valencia entstanden ist. Hauptsehenswürdigkeit ist die symbolträchtige Iglesia Nuestra Señora de la Merced, die ab 1748 in nur acht Jahren Bauzeit errichtet wurde und lange Zeit das größte Gotteshaus Kubas gewesen ist. Sehenswert sind die alten Silberlampen, der Thron der Virgen de los Dolores und das Heilige Grab. Unter dem Hauptaltar, in einem Teil der alten Krypten, befindet sich ein Museum mit Relikten aus der ganzen Provinz. Gegenüber der Kolonialkirche befindet sich ein architektonisches Juwel – das Kongress- und Tagungszentrum „Santa Cecilia“.

Die Iglesia Nuestra Señora de la Merced am Plaza de los Trabajadores

Die Iglesia Nuestra Señora de la Merced am Plaza de los Trabajadores (Foto: Casa 1902)

Kongress- und Tagungszentrum „Santa Cecilia“

Kongress- und Tagungszentrum „Santa Cecilia“ (Photo: ChunSiew Chan)

Nr. 5: Casa Natal Nicolás Guillén

Auf der Rückseite des Parque Iganacio Agramonte steht das Geburtshaus des kubanschen Lyrikers Natal Nicolás Guillén. Das Casa Natal Nicolás Guillén beleuchtet das Leben und Gesamtwerk des 1902 geborenen und 1989 in Havanna verstorbenen Künstlers. Nicolás Guillén schloß sich 1937 der Partido Unión Revolucionaria Comunista (Kommunistische Partei der Revolutionären Einheit) und kandidierte drei Jahre später für das Amt des Bürgermeisters von Camagüey. Er musste 1953 das Land verlassen und kehrte 1959 nach dem Sieg der Revolution wieder nach Kuba zurück.

Casa Natal Nicolás Guillén in Camagüey

Casa Natal Nicolás Guillén in Camagüey (Photo: ChunSiew Chan)

Nr. 6: Plaza de la Solidaridad und Iglesia La Soledad

Die Plaza de la Solidaridad ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher in der Altstadt und grenzt an die Flaniermeilen Boulevard und Calle Repulica. Auf einer Seite ist die Iglesia de la Soledad aus dem Jahr 1775 gelegen. Und über die populäre Calle de los Cines (Straße der Kinos) gelangt man in drei Minuten wieder zum Plaza de los Trabajadores.

Plaza de la Solidaridad in Camagüey

Plaza de la Solidaridad in Camagüey (Foto: Casa 1902)

Nr. 7: Teatro Principal

Das Teatro Principal in Camaguey ist auf jeden Fall eine Besichtigung wert. Wenn man Glück, bietet gerade das weltberühmte „Ballet des Camagüey“ eine Aufführung. Aber auch aus architektonischen Gründen lohnt sich in jedem Fall ein Besuch des Theaters, das mit Mamor, bodenlangen Spiegeln und riesigen Kronleuchtern im Foyer zu beeindrucken weiß. Das Teatro Principal liegt nur fünf Minuten von unserem Casa Particular 1902 ebenfalls in der Calle Padre Valencia entfernt.

Das Teatro Principal in Camagüey

Das Teatro Principal in Camagüey (Foto: Casa 1902)

Nr. 8: Playa Los Cocos

Wer einen entspannten Tag am Meer erleben möchte, der wird am Playa Los Cocos sein Paradies finden. Dieser Traumstrand am äußersten Zipfel der Halbinsel Santa Lucia  erreicht man mit dem Auto nach ca. 1,5 Stunden von Camagüey aus. Das abgelegene Beach-Juwel hat bis heute seine natürliche Schönheit und Klasse für seine Besucher bewahrt. Nur wenige Menschen verirren sich hierher. Daher ist dieses Strandrefugien noch weitgehend unbekannten. Die Wasserqualität des türkisfarbenen Meeres ist fantastisch un der Strand steht außerhalb jeden Zweifels. Zum Mittag bietet das Restaurant „Bocana“ ausgezeichnete Fisch-, Garnelen- und Langusten-Gerichte an.

Playa Los Cocos im Bundesstaat Camagüey

Playa Los Cocos im Bundesstaat Camagüey (Foto: Casa 1902)